Alpinkletterkurs² - mobile Sicherungsmittel am Gaisberg

ProgrammNr. #104

  • 1-Tages Clean-Kletterkurs in einem geeigneten Klettergarten in Salzburg
  • umfassende Information über mobile Sicherungsmittel
  • selbst sichern mit Keilen, Friends, Schlaghaken und Schlingen
  • für Einsteiger, Fortgeschrittene,  Jung- und Altgebliebene

Dieser eintägige Alpinkletterkurs² soll dir ein Stück weit die ursprüngliche Form des Alpinkletterns näher bringen und ist auch für Alpinklettereinsteiger/innen interessant. Mit Friends, Keilen, Schlingen und Schlaghaken "bewaffnet" und mit einem Bergführer / einer Bergführerin an deiner Seite machst du an diesem Tag im Klettergarten einen bewussten "Rückschritt" mit dem Ziel, diesen am Ende vielleicht sogar als Fortschritt empfinden zu können. Du wirst den Reiz der Eigenveranwortung und der Individualität vielleicht für dich entdecken können. Sei es nun um wirklich eine Trad-Route "clean" (also ohne Bohrhaken) klettern zu können oder um einfach eine Bohrhakentour mit zwischen den Bohrhaken gelegten mobilen Sicherungsmittel zusätzlich absichern zu können.

Vielleicht brauchst du das Gelernte aber auch, um bei deinem nächsten Verhauer (von der richtigen Route abgekommen) wieder gesichert zurück zur richtigen Route zu finden oder einen Abseilstand selbst einrichten zu können. Dieser neu entdeckte Zugang zum Alpinklettern wird dir ungeahnte Möglichkeiten und Routen eröffnen, Fragen aufwerfen und andere Sinne von dir fordern. "Wo verdammt nochmal ist der nächste Ort (Placement), ein Sicherungsmittel anzubringen? Hab ich überhaupt das richtige Sicherungsmaterial dabei?" sowie die dabei wichtigste Frage "Hält das Ding überhaupt irgendwas"  oder aber  "Wohin geht verflixt nochmal die Tour?", zu guter Letzt die Sinnfrage "Warum tue ich das überhaupt?", vielleicht aber auch lebensphilosophische Überlegungen wie "Wieviel Sicherheit brauche ich eigentlich im Leben?". Einige dieser Fragen wirst du dir möglicherweise an diesem Tag stellen.

Wenn du das Rissklettern, Bigwallklettern und die mobilen Sicherungsmittel in Reinstform erlernen möchtest, schau mal zum Risskletterkurs - Bigwallkurs!

Preis: 79 €

Schwierigkeit

ab 4a
Dauer
1 Tag
Längste Etappe
 100 hm  100 hm  1 km  8 h
Max. Höhe
ca. 1050 m
TeilnehmerInnenzahl
3 - 6 Personen
Kondition
Ausdauer für ca. 4 h Gehen | Bewegung, wenige Höhenmeter < 600 hm
Technik
Leichtes Klettern und die Anwendung von Gurt, Seil, Steigeisen und Pickel möglich. Gute Trittsicherheit und Basiserfahrung in den relevanten Bergsportbereichen erforderlich.

  • Sicherungs- und Klettervorerfahrung (Felsklettern bis 4a (4), geübtes Vorstiegssichern, den Achterknoten und den Partnercheck solltest du können)
  • Grundkondition für 7 Stunden Bewegung
  • Schwindelfreiheit und Trittsicherheit im Gelände

Inklusive
  • Kursleitung und Führung durch eine/n staatl. geprüfte/n Berg- und SchiführerIn
  • Organisation des Programmablaufes
  • Alle Kosten für den/die Berg- und SkiführerIn
  • Leihausrüstung (Helm, Seil,mobile Sicherungsmittel, diverses Band- und Karabinermaterial)
  • Kursskriptum (als PDF)

Exklusive
  • Fahrtkosten (An- und Abreise)
Zustieg - Kurs - Rückweg
Treffpunkt ist am Morgen der Parkplatz Vorderfager (Gaisbergwanderweg). Wir fahren von hier gemeinsam zur Zistelalm. Zustieg zum Klettergarten (15 min). Du erhältst allgemeine Information über mobile Sicherungsmittel und ihre Anwendung. Praxisübung im Legen und Einschätzen von mobilen Sicherungsmittel. Wenn du möchtest, gibt es einen hintersicherten Sturztest. Abstieg und Heimreise (ca. 16 Uhr)

Etappe 100 hm 100 hm  3 km  7 h 

Hinweis: Aufgrund von Wetter und Verhältnissen kann das Programm von dem beschriebenen Ablauf abweichen.

Kursinhalt

  • Theorie und Praxis der mobilen Sicherungsmittel
  • Anbringen und Testen von mobilen Sicherungsmittel
  • Abseilstand einrichten
  • Standplatz selbst bauen


Kursziel

Vertrauen in selbst gelegte mobile Sicherungsmittel bekommen, ihre Festigkeit richtig einschätzen sowie Stände mit mobilen Sicherungsmitteln zum Abseilen und Sichern einrichten können.


 Download als PDF

Bekleidung

  • dünne Handschuhe (Karabinerhandling möglich)
  • dünne Haube (tragbar unter Helm)
  • Jacke, wind- und wasserdicht
  • Primaloft- oder Fleecejacke
  • lange dünne Berghose + lange Unterhose
  • Funktionsunterwäsche
  • Wandersocken


Technische Ausrüstung 
normgerecht (CE-Zeichen) und modern

  • Rucksack ca. 35 L
  • Bergschuhe mit Profilsohle für den Zustieg
  • Kletterschuhe
  • Klettergurt (Hüftgurt)
  • Kletterhelm
  • Chalkbag (Magnesiumbeutel)
  • Kletterseil pro Seilschaft (Einfachseil 50-60 m oder 2x Halbseile)
  • 6 Expressschlingen
  • 3 Kleine Karabiner mit Verschlusssicherung (Schrauber)
  • 3 HMS-Schraubkarabiner
  • Karabiner mit Dreiweg-Verschlusssicherung (Petzl Ball-Lock, ...)
  • Karabiner ohne Verschlusssicherung (Schnapper)
  • Sicherungs- und Abseilgerät z.B. ATC Guide, Reverso 4,…
  • 2 Bandschlingen vernäht (1x 60 cm und 1x 120 cm Länge)
  • Bandschlinge 120 cm, Mischgewebe, 16 mm breit, für Standplatz (z.B. verstellbare Standplatzschlinge)
  • 3 Reepschnüre Ø 6 mm (Kurzprusik 90 cm, 3 m und 5 m)
  • Messer
  • Friendsortiment (mittlere Größen)
  • Klemmkeilsortiment + Klemmkeilentferner


Allgemeines

  • Mobiltelefon aufgeladen
  • Trinkflasche mind. 1l
  • Sonnenbrille + Sonnencreme + Kapperl
  • Jause für tagsüber (z.B. Nüsse, Müsliriegel, Schoko,...)
  • Erste Hilfe mit Leukotape

Optional 
(falls vorhanden)
  • weitere mobile Sicherungsmittel (z.B. Tricam, BigBro,... )
  • Schreibzeug
  • Mitgliedsausweis alpiner Vereine (Naturfreunde, ÖAV, DAV, SAC)
  • Kamera
  • Kletterführer

Falls etwas ausgeliehen werden muss, bitte um rechtzeitige Kontaktaufnahme!!!

Treffpunkt: Parkplatz - Vorderfager Gaisbergwanderweg (680 m)

Der Gaisberg ist einer der Hausberge der Stadt Salzburg. Trotz unmittelbarer Nähe zur Stadt fühlt man sich den Bergen ein kleinwenig näher und erhält einen interessanten Perspektivenwechsel auf die Stadt. Der Klettergarten befindet sich auf der Westseite des Gaisberges und bietet somit neben dem Klettern die Möglichkeit, schöne Sonnenuntergänge erleben zu können. Die Synthese aus schroffer Felswand, Natur und dem direktem Blickkontakt zum pulsierenden urbanem Raum der Stadt Salzburg ergibt ein ganz besonderes Ambiente.